Clevere Patientenlogistik spart Zeit und Geld
Die Anforderungen an die Ressourcenplanung und Terminvergabe in Krankenhäusern haben sich in den vergangenen Jahren drastisch verändert. Kürzere Klinikaufenthalte und spürbarer Konkurrenzdruck machen eine straffe Organisation notwendig. Das Ziel: eine effizientere Arbeitsweise bei höherer Servicequalität zum Wohle von Patienten und Mitarbeitern.
Logistik im Gesundheitswesen
Krankenhäuser sind komplexe und fragmentierte Wirtschaftsunternehmen – Geschwindigkeit, Effizienz und Dienstleistungsqualität haben höhere Priorität denn je. Trotz zahlreicher Bemühungen sind die Produktivitätssteigerungen, wie sie andere Branchen bereits seit Jahren vorleben, im Gesundheitswesen bislang unerreicht. Gründe hierfür können in fehlenden Optimierungsprozessen liegen, die in der Industrie, beispielsweise im Bereich Logistik, bereits zu Verbesserungen geführt haben. Supply-Chain-Management, Just-in-time-Production, Lean-Management oder Leitstandtechnologien sind nur einige Methoden, die hier erfolgreich etabliert worden sind. Doch auch das Gesundheitswesen denkt jetzt um. Der Optimierung von logistischen Prozessen wird eine immer stärkere Rolle zugebilligt. Besonders die wichtigen Bereiche Termin- und Ressourcenplanung bieten ein enormes Maß an Entwicklungspotential für Ertrags- und Qualitätssteigerungen.
Paradigmenwechsel
Kliniken nutzen häufig vertikal organisierte Planungssysteme. Jede Abteilung plant innerhalb ihrer eigenen Terminvergabestrukturen, was nicht abgestimmte Patiententerminpläne, komplexe Harmonisierungsprozesse und eine niedrige Gesamteffizienz zur Folge hat. Hier können horizontale, fachübergreifende Strukturen dazu beitragen, dass die Termin- und Ressourcenplanung im gesamten Krankenhaus über ein gemeinsames System organisiert und dadurch effizienter und kostengünstiger gestaltet werden kann.
Regeln, Regeln, Regeln
Die Terminvergabe erfolgt anhand unzähliger Regeln, die nicht nur individuell und komplex sind, sondern auch häufigen Änderungen unterliegen. Terminbuchungen sind daher meist ein Privileg „echter Experten“. Eben derjenigen, die die Regeln kennen. Daher ist das herkömmliche System der Terminvergabe anfällig und wenig flexibel. Ein regelbasiertes, intelligentes Terminplanungssystem schafft hier Abhilfe. Das Ziel: ein reibungsloses, flexibles und personenunabhängiges System, das auf eine Vielzahl von spezifischen, heterogenen und sich schnell ändernden Regeln reagieren kann.
Der nächste Schritt
Moderne Termin- und Ressourcenplanungssysteme wie iSOFT Enterprise Scheduling können krankenhaus- oder sektorenübergreifend betrieben werden und so die Ressourcen unterschiedlicher Abteilungen zusammenführen. Idealerweise lässt sich die Lösung mit dem übergreifenden Krankenhaus-Informationssystem im Rahmen einer serviceorientierten Architektur (SOA) integrieren. Die erfolgreiche Einführung eines solchen Systems ermöglicht eine Reihe essentieller Vorteile:
- Kostenreduktion – Einsparungen von bis zu 70% der direkten Kosten bei Durchführung von Terminbuchungen
- Mitarbeiterzufriedenheit – gleichmäßige Personalauslastung durch Vermeidung von Leerlaufzeiten und Überlastung
- Qualität – Terminbuchungen sind jederzeit nachvollziehbar; Patienten erhalten individuelle Instruktionen per Post, Fax oder E-Mail
- Service – Krankenhäuser können einen 24/7 Terminbuchungsdienst anbieten oder Hausärzten und Patienten eine direkte Online-Überweisung bzw. Online-Buchung ermöglichen
- Effizienzsteigerung – Daten verschiedener Abteilungen können einem Benchmarking zugeführt und Prozessinnovationen abgeleitet werden
Fazit
Die Bedeutung von patientenbezogenen logistischen Prozessen im Gesundheitswesen wurde lange Zeit übersehen. Dabei stellt das Terminmanagement die Basis aller logistischen Prozesse im Krankenhaus dar. Durch ein regelbasiertes, webnatives und krankenhausweites Terminmanagement wird gewährleistet, dass die Produktivität gesteigert, die Ressourcenauslastung verbessert, Kosten gesenkt, Wartezeiten verkürzt und auch die Rate nicht wahrgenommener Termine verringert wird.
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