„Krankenhäuser werden reorganisiert wie Autofabriken vor 20 Jahren“, schrieb das Wirtschaftsmagazin Brandeins in seiner dritten Ausgabe des Jahres 2006. Diese Aussage enthält eine wesentliche Anregung: Etablierte Konzepte aus anderen Branchen können nutzenbringend auch auf das Gesundheitswesen übertragen werden.
Besonders in den Bereichen Supply-Chain- oder Customer-Relationship-Management sind solche Ansätze dringend notwendig, um das Gesundheitswesen wieder auf Kurs zu bringen und alle Beteiligten besser miteinander zu vernetzen. Doch der Weg dahin ist steinig. Sind doch übergreifende Kommunikationsdrehscheiben, die sowohl die Verbindung zu den Zuweisern als auch zu den Patienten herstellen, erforderlich, die derzeit aber nur von wenigen Kliniken und Einrichtungen eingesetzt werden.
Daher müssen Portal-Lösungen in Zukunft mehr leisten als nur Funktionalitäten zur reinen Datenkommunikation zur Verfügung stellen, um die Anforderungen der Krankenhäuser in Bezug auf stärkere Zuweiser- und Patientenbindung oder Krankenhausmarketing zu erfüllen.
Es gilt vielmehr die konsequente Weiterentwicklung hin zu Marketing- und CRM-Plattformen voranzutreiben und somit den Anforderungen aufgeklärter Patienten und moderner Gesundheitsdienstleister gerecht zu werden.
Aktuelle Portallösungen sind dazu der erste Schritt. Die Zukunft wird zeigen, ob die Anbieter den Markt richtig interpretieren und mit Flexibilität und Innovationskraft daran gehen, gelernte Erfahrungen aus anderen Branchen auch ins Gesundheitswesen zu übertragen.
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